Über mich
Nach meinem Abschluss an der Kunstakademie Münster als Meisterschülerin bei den Professoren Maik und Dirk Löbbert arbeite ich als freischaffende Künstlerin. Meine Arbeit entwickelte sich zunächst vor allem im Bereich der Installation und der Kunst im öffentlichen Raum. Mein Studium der Textilgestaltung prägt meine Arbeitsweise bis heute. Muster, Wiederholung, Struktur und das Verhältnis von Teil und Ganzem begleiten meine Arbeit seitdem. Dabei geht es nicht unbedingt um textile Materialien. Vielmehr beeinflusst diese Erfahrung, wie ich Strukturen wahrnehme und wie ich einzelne Elemente miteinander verbinde.
Im Laufe der Jahre kamen andere Medien und Arbeitsformen hinzu. Heute arbeite ich mit Installation, Skulptur, Zeichnung, Fotografie, Video, Licht und Sound sowie mit partizipativen Formaten. Das Medium lege ich nicht vorher fest. Es ergibt sich aus der jeweiligen Arbeit, dem Ort und der Situation.
Viele meiner Arbeiten beginnen mit etwas, das bereits da ist: einem Ort, einem Gegenstand, einer räumlichen Situation oder einer vorhandenen Struktur. Ich schaue genau hin und versuche herauszufinden, welche Möglichkeiten darin liegen. Manchmal genügt eine kleine Veränderung. Ich verschiebe eine Funktion, setze etwas in einen anderen Zusammenhang oder verbinde Dinge, die zunächst nicht zusammengehören. Aus solchen Eingriffen können aber auch größere räumliche oder partizipative Arbeiten entstehen.
Bei ortsbezogenen Arbeiten ist der Ort deshalb nicht nur der Platz, an dem später eine Arbeit steht. Seine Architektur, seine Nutzung, seine Geschichte oder auch etwas, das ich dort vorfinde, können zum Ausgangspunkt werden. Ich versuche nicht, mit einer fertigen Lösung an einen Ort zu kommen und sie dort umzusetzen. Die Arbeit entwickelt sich aus dem, was vorhanden ist, und aus der Veränderung, die dort möglich wird.
Gesellschaftliche, historische oder persönliche Zusammenhänge können dabei eine Rolle spielen. Ich möchte sie jedoch nicht einfach illustrieren. Mich interessiert, wie sie durch konkrete Materialien, Orte oder Handlungen erfahrbar werden können. Eine Veränderung kann dazu führen, dass etwas Vertrautes plötzlich anders wahrgenommen wird, eine andere Funktion bekommt oder in einer unerwarteten Verbindung erscheint.